Direkt zum Inhalt

Fehler beim Eichstätter Kurier

Posted in Eichstätter Kurier, and Nach der Sitzung

Die Redaktion des Eichstätter Kuriers hat in der Berichterstattung über die Waltinger Gemeinderatssitzungen einen Fehler gemacht. Der Fehler wird aber zumindest von einem Gemeinderat dem Berichterstatter Anton Jäger in die Schuhe geschoben.

Bebauungsplan beraten, nicht beschlossen

Zum Bericht über die Gemeinderatssitzung Walting vom 31. Juli 2018 unterlief dem Eichstätter Kurier in der Unterüberschrift ein Fehler. Der Kurier behauptete, ein Bebauungsplan sei einstimmig angepasst worden. Einen Tag später musste sich der Kurier korrigieren: Der Bebauungsplan sei nicht abgestimmt, sondern nur als Entwurf beraten worden.

Bericht von Jäger korrekt – Fehler passierte im Kurier

Wer hat den Fehler gemacht? Der Fehler passierte in der Redaktion des Eichstätter Kuriers. Wie Frau Chloupek bestätigte, hat Berichterstatter Anton Jäger korrekt über den Bebauungsplan berichtet. Allerdings hat ein Redakteur des Kuriers die fehlerhafte Unterüberschrift erstellt.

Zeitlicher Ablauf

  • 31. Juli: der Gemeinderat beriet einen Entwurf zum Bebauungsplan Hundsruck.
  • 6. August: Anton Jäger schickt seinen Bericht an den Kurier. Darin steht, der Gemeinderat beriet den Entwurf
  • 10. August: Der Eichstätter Kurier schreibt fälschlicherweise, der Gemeinderat habe den Plan einstimmig beschlossen
  • 11. August: Der EK veröffentlicht eine Korrektur: der Plan wurde beraten
  • 20. August: Frau Eva Chloupek, Redaktionsleiterin des EK, warf Herrn Jäger einen schwerwiegenden Fehler in seinem Bericht vor
  • 21. August: Frau Chloupek gibt Herrn Jäger gegenüber zu, dass der Fehler in der Redaktion des Eichstätter Kuriers entstand und dass Herr Jägers Bericht zum Bebauungsplan korrekt war

Wie kann das passieren?

Im Entwurf des Berichts von Herrn Jäger und im veröffentlichten Text steht:

Im Zuge des Kindergartenneubaus soll der Bebauungsplan „Hundsruck“ in Walting aktualisiert und der Kindergarten in den Plan aufgenommen werden. Die Architekten des Büros Böhm waren beauftragt, dazu einen Vorschlag zu erarbeiten. Der Gemeinderat erarbeitete effizient und produktiv weitere Aktualisierungen und Vereinfachungen. Die Vereinfachungen im Bebauungsplan sollen die Notwendigkeit für Befreiungen und Ausnahmen verringern. Dadurch können sich die Kosten für zukünftige Bauherren reduzieren.

Kein Wort von einer einstimmigen Anpassung.

Die Unterüberschrift, die nicht Herr Jäger, sondern die Redaktion des Kuriers verfasste, lautete:

Gemeinderat Walting hat den Bebauungsplan „Hundsruck“ mit geplantem Kindergarten einstimmig angepasst

Die Korrektur lautete:

Außerdem wurde entgegen unserer Berichterstattung der Bebauungsplan „Hundsruck“ noch nicht einstimmig beschlossen, sondern in der Sitzung lediglich als Entwurf vorberaten.“

Ganz so, wie es Herr Jäger berichtet hat.

Fakt ist: Bürgermeister Roland Schermer (CSU) hat den Eichstätter Kurier mehrmals gedrängt, dass Anton Jäger nicht mehr aus dem Gemeinderat berichten darf. Fakt ist: so ein Fehler von Anton Jäger hätte seinem Anliegen Gewicht verliehen. Fakt ist auch: den Fehler hat nicht Herr Jäger, sondern der Kurier selbst verursacht.

Fehlerkultur

Sind Fehler verwerflich? Nein. Fehler passieren. Wo gehobelt wird, fallen Späne. Es wäre kein Problem zu sagen: ich habe einen Fehler gemacht. Jetzt korrigieren wir ihn und sehen zu, dass solche Fehler in Zukunft vermieden werden können.

Es ist jedoch verwerflich, Fehler zu vertuschen, sie anderen in die Schuhe zu schieben anstatt sie zuzugeben oder, wie Herr Jäger vermutet, sie sogar bewusst zu konstruieren, um ein Ziel zu erreichen.